Ein Kirschlorbeer gehört in jeden Garten

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Die Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus), besser bekannt als Kirschlorbeer, gehört zu der Familie der Rosengewächse und ist weltweit mit etwa 200 Arten vertreten, von der fünfzehn in Mitteleuropa wachsen. Wenn auch die Blätter an die des Gewürzlorbeers erinnern, so sind diese Arten nicht verwandt: Eine Verwechslung wäre auch fatal, da u. a. Blätter und Samen der Lorbeerkirsche giftig sind. Die Pflanze blüht von April bis Mai, mit weißen Blüten. Der Zierstrauch wird aufgrund seiner immergrünen Blätter und seiner Eignung zum Sichtschutz in vielen Gärten als Hecke gepflanzt. Beliebte Gartensorten sind „Otto Luyken“, der etwa 2 – 4 m breit und 1,50 – 2 m hoch wird. Für hohe Hecken eignet sich eher der „Rotundifolia“, der 4 m breit und 5 m hoch wird. Die Pflanzen wachsen 20 – 40 cm jährlich.

Der Kirschlorbeer benötigt einen Standort in voller Sonne oder im Halbschatten. In kälteren Gegenden sollte die Pflanze an einem geschützten Ort stehen, sonst sind Frostschäden vorprogrammiert. Selbst Trockenheit wird gut vertragen, verursacht aber oft Schädlingsbefall oder Pilzkrankheiten, da die Pflanze durch Austrocknung geschwächt wird. Genauso ungünstig ist Staunässe. Verschnitten und ausgelichtet wird die Hecke kurze Zeit vor dem Austrieb, möglichst mit der Hand, nicht mit der Heckenschere, da diese die großen Blätter verstümmelt. Auch wenn die Lorbeerkirsche nicht allzu teuer ist, möchte sich der passionierte Gartenfreund gerne selbst an die Vermehrung wagen. Besonders erfolgreich ist diese mit Absenkern, die in wenigen Monaten Wurzeln entwickeln. Meistens vermehren sich die Pflanzen auch durch Selbstaussaat. Passionierte, erfahrene Pflanzenliebhaber vermehren die Pflanze auch durch Stecklinge im Herbst, was aber recht schwierig ist. Um eine Hecke anzupflanzen, rechnet man mit einem Bedarf von 2 – 3 Pflanzen pro Meter.

Unter bestimmten Umständen reagiert der Kirschlorbeer empfindlich, z. B. bei kalten Wintern mit Frostschäden. Die Blätter verfärben sich braun und fallen ab. In der Regel erholt sich die Lorbeerkirsche jedoch und treibt im Frühjahr neu aus. Auch Pilzerkrankungen kann man mit einem radikalen Schnitt bis ins alte Holz ausrotten.

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